Datenschützer, darunter auch die KDSA Ost, warnen regelmäßig davor, persönliches Bild-, Video- und Tonmaterial -speziell von Minderjährigen- im freien Internet sowie auf Social-Media-Plattformen zu veröffentlichen. Denn mit einer Veröffentlichung im Internet (an einen unbekannten Personenkreis) wird jede Kontrolle über dessen weitere Verwendung aufgegeben. 

Eine neue Dimension wurde Anfang 2026 bekannt, wie aus vorhandenem Bildmaterial durch die Bildbearbeitungsfunktionen des KI-Chatbots „Grok“ auf der Plattform X (Betreiber Elon Musk) sexualisierte Versionen erstellt und gepostet wurden.

Neben „Grok“ sind auch weitere KI-Modelle in der Lage, Bild- und Tonmaterial zu überarbeiten und damit sogenannte Deepfakes (Desinformation/Fälschung) zu erstellen und zu veröffentlichen.

Die Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat sich jüngst mahnend zur KI und den daraus erzeugten sexualisierten Bildern zu Wort gemeldet:

KI generiertes Bild„Ein Textbefehl genügt und KI erzeugt sexualisierte Darstellungen von Kindern. Solche Aufnahmen sind äußerst problematisch, weil sie sexualisierte Gewalt nicht nur abbilden, sondern reproduzieren und normalisieren. Und weil sie die Schwelle zu realer Gewalt an Kindern und Jugendlichen senken können.“ (Presseartikel) 

Was früher nur mit hohem technischem Aufwand möglich war, wird aufgrund niedrigschwelliger Angebote im Internet für quasi „Jeden“ möglich. Schützen kann man sich und andere nur, indem man verantwortungsvoll mit persönlichen Daten und ihrer Privatsphäre umgeht und zum Umgang und möglichen Auswirkungen bei der Nutzung digitaler Medien sensibilisiert.

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